Hersteller von PECO-Luftreinigern versprechen, Luftschadstoffe nicht nur zu erfassen, sondern auch zu zerstören. Klingt großartig, oder? Nicht so schnell.
Wenn wir genauer betrachten, wie die PECO-Technologie funktioniert und was sie leistet, können wir verstehen, warum diese Form der Luftreinigung ein einfacher Fall von „zu gut, um wahr zu sein“ ist.
In der Werbung wird oft behauptet, die PECO-Technologie sei neu, aber das ist sie in Wirklichkeit nicht. PECO, kurz für photoelektrochemische Oxidation, ist eine Art von PCO bzw. photocatalytic oxidation und wird seit Jahren in der Luftreinigung eingesetzt.
Aktuelle Versionen von Luftreinigern mit PECO-Technologie kombinieren einen Netz-HEPA-Filter, der mit einem Katalysator beschichtet ist, der unter UV-Licht reagiert, um gasförmige Schadstoffe zu oxidieren. Doch für die Konstruktion eines wirksamen und effizienten Luftreinigers sind neben dem Filter noch viele weitere Elemente entscheidend.
Bei der Wahl eines Luftreinigers sind zwei Faktoren von entscheidender Bedeutung für die Bestimmung der Gesamtsystemeffizienz:
- Luftstrom (mit eingesetzten Filtern)
- Filtrationseffizienz (sowohl kurz- als auch langfristige Effizienz)
Sodass gilt: Luftstrom x Filtrationseffizienz = Gesamtsystemeffizienz.
Lesen Sie weiter und erfahren Sie, warum die PECO-Luftreinigungstechnologie ihre Versprechen, wirklich reine Luft zu erzeugen, nicht einlösen kann – und wie HyperHEPA-Filtration dies kann.
Offizieller Leitfaden für Luftreiniger
Erfahren Sie, warum manche Luftreiniger funktionieren und manche nicht.
Luftstrom
Der Luftstrom ist entscheidend, um Luft durch einen Luftreiniger zu bewegen und die Luft zu reinigen. Allerdings ist eine ausreichende Kontaktzeit für die PECO-Technologie unerlässlich, und eine ausreichende Kontaktzeit wirkt einem hohen Luftstrom entgegen. Mit anderen Worten: Damit die PECO-Technologie funktioniert, ist ein geringerer Luftstrom erforderlich. Daher geben Hersteller von Luftreinigern mit PECO-Technologie den Luftstrom ihrer Geräte nicht in cfm oder m3/h an, wie es für einen Luftreiniger üblich wäre. Stattdessen gibt es Aussagen, dass PECO-Luftreiniger in der Lage seien, „die Luft in einem 600 Quadratfuß großen Raum (einem durchschnittlichen Wohnzimmer) einmal pro Stunde vollständig auszutauschen“. Selbst wenn diese Behauptung zutrifft, würde das Gerät bei maximaler Lüftergeschwindigkeit nur rund 145 m3/h erzeugen. Das ist ein Drittel der Leistung eines IQAir HealthPro Plus Luftreinigers. Mit anderen Worten: Die PECO-Technologie ist insgesamt deutlich weniger effizient und wirksam. Tatsächlich wären mindestens sieben gängige Luftreiniger mit PECO-Technologie erforderlich, um die Luftreinigungsleistung eines HealthPro Plus mit HyperHEPA-Technologie zu erreichen.

Um dies noch deutlicher zu machen: Luftreiniger mit PECO-Technologie erwiesen sich als unwirksam bei der Verbesserung der Luftqualität in Schulen in New York City, was zu einem Anstieg der COVID-Infektionen führte. (1)
Effizienz
Es gibt einen Grund, warum Effizienzdaten für PECO-Luftreiniger nicht klar angegeben werden, selbst in den technischen Produktspezifikationen. Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass es kaum oder gar keine wissenschaftlichen Belege gibt, die die Effizienz nachweisen.
Ohne Effizienzdaten gibt es keine Möglichkeit, die tatsächliche Filtrationseffizienz eines Luftreinigers mit PECO-Technologie mit anderen Luftreinigern zu vergleichen. Pauschale Aussagen, wonach „die PECO-Technologie in der Lage ist, Schadstoffe zu zerstören, die 1000-mal kleiner sind als bei herkömmlichen HEPA-Filtern“, sind haltlos (Belege werden unten aufgeführt).
Wichtig ist auch, dass das „Zerstören“ von Schadstoffen nicht dasselbe ist wie deren „Filtration“. Die Filtration von Schadstoffen entfernt sie aus der Luft und verhindert, dass sie in die Atemzone gelangen. Das Zerstören von Schadstoffen bezieht sich hingegen auf eine teilweise oder vollständige Inaktivierung, wodurch der Schadstoff nicht unbedingt aus der Luft oder der Atemzone entfernt wird.
CADR – nur kurzfristige Effizienz
Die Clean Air Delivery Rate (CADR) ist der Standard der Association of Home Appliance Manufacturers zur Messung des Volumens gefilterter Luft, das ein bestimmter Luftreiniger erreichen kann. (2) Nicht alle Luftreiniger haben einen CADR-Wert, da dieser nicht vorgeschrieben ist.
CADR erzählt nicht die ganze Geschichte. Dennoch bietet CADR eine gute Möglichkeit, Luftreiniger kurzfristig zu vergleichen. Viele Hersteller von Luftreinigern entwickeln ihre Produkte jedoch gezielt für den Test und weisen letztlich eine schlechte Langzeitleistung auf. Tatsächlich verlieren viele Luftreiniger zwischen den Filterwechseln 50–75 % ihrer CADR-Werte. Die Serie HealthPro ist so konzipiert, dass sie zwischen den Filterwechseln nicht mehr als 10 % ihrer Partikelreinigungsleistung verliert.
Bei den Geräten, die bewertet wurden, ermöglichen ihre CADR-Werte den Kunden jedoch einen direkten Vergleich von Luftreinigern. Jedes bewertete Modell erhält Werte für Rauch, Staub und Pollen, die drei unterschiedliche Partikelgrößen darstellen sollen: Rauch als kleinste und Pollen als größte.
So wertvoll CADR-Werte auch für den direkten Vergleich von Luftreinigern sind, sie sind nicht der beste Indikator für die Leistung eines Produkts, da sie im Grunde nur messen, wie schnell ein bestimmter Luftreiniger die Luft reinigt (und nicht einmal, wie sauber die Luft auf der anderen Seite des Prozesses ist).
Es gibt jedoch eine Kennzahl, die bei der Beurteilung der Produktleistung aussagekräftiger ist.
CCM - Langzeit-Effizienz
Cumulative Clean Mass (CCM) ist eine Messgröße, die angibt, wie viel Feinstaub und Formaldehyd ein Filter im Laufe der Zeit aufnehmen kann, bevor er an Effizienz verliert. Bei Feinstaub reichen die Bewertungen von P1 bis P4, der besten Einstufung. Ebenso liegt die Bewertung bei der Messung der Effizienz eines Filters zur Entfernung von Formaldehyd aus der Luft zwischen F1 und F4.
Im Wesentlichen lässt sich die Langzeitleistung eines Luftreinigers also am besten anhand seiner CCM-Werte angeben.
Die China Household Electrical Appliances Association stufte die Serie HealthPro von IQAir in ihrer „Liste herausragender Luftreiniger in Bezug auf den Partikel-CCM“ unter den besten ein und erkannte an, dass es sich um das einzige Produkt handelt, dessen Partikel-CCM-Wert mit über 1 Million mg getestet wurde – mehr als 8.000 Prozent über dem Basisniveau P4.
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Wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweise
Die Filtrationstechnologie von IQAir mit HyperHEPA entfernt nachweislich 99,5 % aller Partikel bis hinunter zu 0,003 Mikrometern.
Die „wissenschaftlichen Nachweise“ zur Leistung einiger Produkte beruhen nicht auf Tests des tatsächlichen Luftreinigers unter Laborbedingungen. Um die Wirksamkeit nachzuweisen, sollte ein Luftreiniger so getestet werden, wie er in einer realen Umgebung verwendet wird. Das bedeutet, dass der Luftreiniger in einem Raum getestet werden sollte, der einem typischen Schlaf- oder Wohnzimmer entspricht, und mit Schadstoffen, die in solchen Umgebungen häufig vorkommen. Luftreiniger mit PECO-Technologie liefern derzeit keine wissenschaftlichen Tests, die diese Parameter erfüllen.
Das Fazit
Seien Sie vorsichtig bei jedem Luftreiniger, der Ihnen weismachen will, er nutze eine „revolutionäre neue Technologie, die alle Schadstoffe in Innenräumen vollständig zerstört“. Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein … dann ist es das auch. Bei der Luftreinigung gibt es keine Patentlösungen.
Zusätzliche Verwirrung entsteht dadurch, dass einige dieser Luftreiniger von der FDA als Medizinprodukt der Klasse II zugelassen sind, was diesen leistungsschwächeren Luftreinigern eine irreführende Glaubwürdigkeit verleiht. Wichtig ist, dass die FDA Luftreiniger nicht im Hinblick auf die vergleichende Leistung verschiedener Luftreiniger bewertet. Stattdessen prüft die FDA lediglich, ob ein Luftreiniger seine angegebenen Leistungsversprechen erfüllen kann. Allerdings verstehen es diese Hersteller, ihre Aussagen so zu formulieren, dass es für Verbraucher schwierig wird, die Gesamtleistung eines Luftreinigers richtig einzuordnen.
Ein typisches Beispiel: Im Jahr 2020 stellte das National Advertising Review Board (NARB) fest, dass ein Hersteller diese nicht belegten Behauptungen aufgestellt hatte:
- Die PECO-Technologie ist im Vergleich zu Luftreinigern mit HEPA-Filtern besser
- Die PECO-Technologie entfernt, zerstört oder beseitigt alle Schadstoffe in einem Raum vollständig
- Die PECO-Technologie kann eine Million Allergene in 4 Minuten zerstören
Das NARB beanstandete außerdem Aussagen zur Linderung von Allergie- und Asthmabeschwerden und bestritt, dass bestimmte Tests von einer unabhängigen Stelle durchgeführt wurden, wie das Unternehmen behauptete. Das Gremium kam jedoch zu dem Schluss, dass der Hersteller seine Aussagen dazu belegen konnte, dass dieses Produkt Bioaerosole und VOC-Belastungen reduzieren kann. (3)








